Sophie über Astwerk und ihre Ideen

Im Gespräch verrät Sophie, wie Astwerk entstanden ist und woher sie ihre vielen Ideen für die ausgefallenen Schmuckkreationen nimmt.

Sich als Holzschmuckdesignerin selbstständig zu machen, ist nicht alltäglich. Wie kamst du auf die Idee, Astwerk zu gründen?

Ich war schon immer gerne kreativ und habe gebastelt und meine eigenen Schmuckstücke hergestellt. Als Kind habe ich zum Beispiel für meine Freundinnen Armbänder gemacht. Ich hatte damals schon immer verschiedene Ideen und habe Sachen ausprobiert. Als Erwachsene habe ich das ein bisschen aus den Augen verloren.

Als Stefan vor acht Jahren die Tischlerei hier in Trahütten selbst aufgebaut hat, hatte ich einen Job, in dem ich eigentlich nicht glücklich war. Ich wollte wie er zu Hause arbeiten und einfach wieder kreativ sein, etwas mit meinen Händen erschaffen. Also habe ich begonnen, Zirbenkissen selbst zu nähen oder Brotdosen aus Zirbenholz zu machen. Bis ich dann auf der uralten Maschine meines Opas meine erste Holzkette in der Tischlerei selbst hergestellt habe.

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Erste, selbst gemachte Holzkette von Sophie.

Das war vermutlich nicht ganz so einfach aber eine tolle Erfahrung?

Stimmt, einfach war es nicht. Bei meinen ersten Versuchen mit Holz und den Maschinen waren meine Hände und Finger wund und ich hatte Probleme mit dem Holzstaub. Aber trotzdem war ich stolz auf meine erste selbstgemachte Halskette.

Wie ging es dann weiter?

Ich habe die Holzkette dann immer getragen. So wurde zuerst meine Familie und dann meine Freunde auf die Kette aufmerksam. Allen hat sie sehr gefallen. Darum habe ich begonnen, für meine Familie und Freunde Schmuckstücke aus verschiedenen Hölzern zu fertigen. Eine meiner Freundinnen schlug dann auch eine Schmuckparty vor und so begann es, dass mein Schmuck bekannt wurde.

Das war 2015?

Genau, im Frühjahr 2015. Das war ein ereignisreiches Jahr. Zu Beginn war ich Tag und Nacht in der Tischlerei und habe gearbeitet. Mit meiner Schwester Sonja war ich dann auch am Kunst- und Designmarkt in Linz. Das war unser erster Markt, auf dem wir ausgestellt haben. Die Leute waren von unserem Holzschmuck begeistert. Und das war eigentlich auch dann der wirkliche Startschuss von Astwerk.

Gab es den Namen zu diesem Zeitpunkt schon?

Nein, die Namensfindung kam gleich danach. Und daran war auch die komplette Familie beteiligt. Jeder hat seine Ideen für einen Namen aufgeschrieben. Danach wurde aussortiert, eine Auswahl getroffen und abgestimmt. Und am Schluss stand einer fest: Astwerk. Und dann ging eigentlich alles Schlag auf Schlag. Wir haben die Website aufgezogen, weiter Schmuckstücke produziert und sind im Winter 2015 von einem Markt zum nächsten gezogen. Das haben wir drei Jahre so gemacht.

Klingt nach einer aufregenden Zeit. Seit 2015 designst du Schmuckstücke aus Holz. Woher nimmst du die vielen Ideen?

Ich sehe mir natürlich die aktuellen Schmuck- und Farbtrends an. Und wenn da was dabei ist, das mir sehr gefällt, dann versuche ich das, in meinen Schmuckstücken umzusetzen. Ich sehe aber auch so ganz oft im Alltag, bei Spaziergängen im Wald und eigentlich überall viele Dinge, die mir gefallen. All das inspiriert mich dann auch zu meinen Kreationen. Auch kleine, unscheinbare Dinge. Und manchmal sind es unsere Kunden, die mich inspirieren oder mir neue Impulse geben.

Hast du nie Angst davor, dass dir die Ideen ausgehen?

Nein gar nicht. Wenn die Natur und deine Umgebung deine Ideengeber sind, finde ich immer irgendetwas, das mich inspiriert.